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FB-Bild Familie Cismas

Rosen für Konfitüre, Sirup und Tee

Die Familie Cismas führt einen biologisch Betrieb  in der Mures Region, Rumänien. Das Dorf Topa liegt in der Region Siebenbürgen oder Transsilvanien in Zentral-Rumänien in der Nähe der Stadt Sighisoara. Die Region wurde im 12. und 13. Jahrhundert von den Saxen besiedelt die aus Flandern, Luxemburg und aus der Mosel Region einwanderten. Auch heute wird in einzelnen Teilen Transsilvaniens Deutsch gesprochen. Die Entstehung des Dorfs Topa, in welcher die Familie Cismas zu Hause ist, geht auf diese Zeit zurück. Die Dorfbewohner betreiben bis heute eine extensive, traditionelle Landwirtschaft. Die Region ist bekannt für die enorm hohe Artenvielfalt und abwechslungsreiche Kulturlandschaft.


Im Jahr 2014 – dem offiziellen UNO-Jahr der bäuerlichen Familienbetriebe – führen sie auf einer facebookseite stellvertretend für die Bauernfamilien in Rumänien ein öffentliches Tagebuch über ihre Arbeit und ihr Leben. Du kannst daran teilhaben, indem du auf www.facebook.com/familiecismas  «Gefällt mir» klickst, oder ohne facebook-Konto vorbeischaust.

 

 

Steckbrief

Familie Cismas: Dan und seine Frau Tincuta mit den vier Kindern Dan Dorian, Dragos Ioan, Maria Madalina und Ana Tedodora

Fläche: 45 ha Land

Kulturen:

  • 15 ha Grasland
  • 7 ha Luzern für die Tiere
  • 2 ha Mais
  • 1 ha Roggen
  • 1,5 ha Gemüse (Karotten, Zwiebeln, Kartoffeln, Rote Beete, Sellerie, Kohl, Tomaten, Paprika)
  • 0,8 ha Rosen
  • 0,2 ha Kräuter (Pfefferminze, Kamille, Ringelblume etc.)

Tiere:

  • 13 Kühre
  • 4 Rinder
  • 3 Schweine
  • 8 Ziegen
  • 100 Hühner
  • 4 Hunde
  • 2 Katzen

  

Betrieb und Familie

Dan und Tincuta kauften den Betrieb 2005. Dan unterrichtete bei der örtlichen Schule und erfuhr von einem Rosenzuchtprojekt. Zusammen mit Tincuta liess er sich dafür begeistern. Finanzielle Unterstützung für den Bau des Betriebs erhielten sie vom deutschen Hilfswerk „Kinder Helfen Leben“.


Der Betrieb war von Beginn weg als Schulbetrieb konzipiert. Ziel ist es der ländlichen Bevölkerung aufzuzeigen wie die Koexistenz von Mensch und Natur so möglich ist, dass beide Seiten gestärkt werden. Der Betrieb ist als Begegungsort konzipiert damit das Dorf, die Gemeinde und die Nachbarn vom Austausch profitieren und eine harmonische Entwicklung möglich wird.


Hauptbetriebszweig ist die Rosenproduktion. Die Rosen werden zu Konfitüre, Sirup oder Tee verarbeitet und im Hofladen oder in den Läden der umliegenden Dörfer verkauf. Daneben werden Käse, Kräutertee, Gemüse und Früchte produziert und verkauft.
 
Die Jüngste der Familie, die fünfjährige Ana Teodora lädt regelmässig ihre Freunde vom Kindergarten auf den Betrieb zum spielen und mithelfen ein. Es gibt immer etwas zu tun. Die ältere Schwester Maria Madalina ist eine grosse Hilfe bei der Konfitürenproduktion und im Gemüsegarten. Dragos Ioan ist schon nicht mehr zu Hause. Er studiert Tourismus an der Universität und schmiedet Pläne für die agrotouristische Ausrichtung des elterlichen Betriebs. Der Älteste der vier Kinder, Dan Dorian folgte dem Ruf der Kirche und lebt mit seiner Frau Diana in einem eigenen Haus. Die junge Familie plant, selber einen Landwirtschaftsbetrieb aufzubauen.

 

Landwirtschaft in Rumänien

Rumänien ist mit knapp 14 Mio. Hektaren Landwirtschaftsfläche ein bedeutendes Agrarland. Die EU Statistik aus dem Jahr 2007 besagt, dass ca. 40% der rumänischen Bevölkerung im ersten Sektor beschäftigt ist. Rund 2/3 der bäuerlichen Betriebe produzieren für den Eigengebrauch, betreiben also Subsistenzwirtschaft. Ca. 20 % der Betriebe bewirtschaften weniger als 2 ha Land.
Seit dem Beitritt zur EU im Jahr 2007 fliessen reichlich Fördermittel nach Rumänien. In der Zeitspanne bis ins Jahr 2013 wurden 31 Mrd Euro EU-Gelder unter anderem in die Verbesserung der ländlichen Infrastruktur, in die Verarbeitung von Agrargütern oder in Flächenbeiträge pro Hektare landwirtschaftliche Nutzfläche investiert.

Die Ackerböden in Rumänien sind begehrt. Mit dem Beitritt zur EU öffnete sich für Investoren ein neues Feld. Die Bodenpreise von ca. 2500 Euro/ha waren im Vergleich zu Westeuropa sehr tief. In keinem Land Europas halten ausländische Investoren zurzeit mehr Bodenfläche als Rumänien. Niedrige Lohne, günstiges Klima, gute Bodenqualität und EU-Fördermittel machen Landkäufe im grossen Stil attraktiv. Die vorwiegend klein strukturierten und schlecht organisierten bäuerlichen Familienbetriebe haben das Nachsehen. Ihnen fehlt das Kapital, um die dringende Erneuerung zu finanzieren. Landkäufe sind durch die ausländische Konkurrenz unerschwinglich geworden.

Rumänien hat das Potenzial, als ehemalige Kornkammer Europas ein wichtiges Agrarexportland zu werden. Zentral dabei ist der geordnete Aufbau einer tragfähigen Infrastruktur, die Ausbildung junger Landwirte und die Wahrung und Verteidigung der Grund- und Bodenrechte.

 

 

 

 

 

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Die Familie Reyes wird unterstützt und betreut von:

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